Australien mit Mücken-Virus

Dass Mücken gefährliche Krankheiten übertragen können (z.B. Malaria oder Dengue-Fieber) ist allgemein bekannt. Dass es in Australien nicht nur giftige Schlangen und Spinnen gibt, hat sich auch herum gesprochen. 

In der Region um Sydney wurde ein Virus entdeckt, das über Mücken übertragen wird. Bei der Erkrankung, die aus dem Visum hervorgehen kann, handelt es sich um das Ross-River-Fieber (Epidemische Polyarthritis). Das Virus entstammt der Familie der Togaviridae.
 
australien mit mueckenvirus
Teepflückerin in Nuwara Eliya

In den 1970-er Jahren verbreitete sich dieser Erreger sehr schnell über den gesamten südpazifischen Raum. Australien alleine zählt jährlich ca. 5000 neue Erkrankungen.

Am häufigsten wird die Erkrankung im Spätsommer bzw. Herbst auf; dies ist stark abhängig von den dann herrschenden Wetterverhältnissen.

Wie äußert sich der Krankheitsverlauf?
Plötzlich einsetzende Gelenkschmerzen sind die häufigsten Anzeichen. Nachfolgend erscheinen dann oftmals großflächige Hautausschläge und leicht erhöhte Körpertemperatur, Müdigkeit, teilweise auch Übel- und Appetitlosigkeit.

Schon alleine wegen der starken Schmerzen suchen die meisten Betroffenen sehr schnell ärztlichen Rat. Richtig therapierbar ist diese Erkrankung leider nicht. Den Patienten werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Diese Krankheit ist nicht lebensbedrohend.

 

Was können Sie im Vorfeld tun?
Es existiert keine Impfung gegen das Ross-River-Fieber. Reisende wie Einheimische können nur versuchen, sich bestmöglich gegen Mückenstiche zu schützen. Dazu zählen schützende Kleidung (lange Hosen und lange Ärmel) sowie die Verwendung von Mückenschutzmitteln. Hier sollten vor allem Hals, Ohren und Gesicht eingerieben werden. Ein ganz besonderes Augenmerk legen Sie bitte auf Ihre Fußgelenke, die offensichtlich extrem beliebt sind bei den tag-aktiven Beißern.

Reisemedizin

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