Lufthansa macht nicht nur Gepäck teurer

Als Passagiere haben wir uns schon fast daran gewöhnt: die Fluggesellschaften versuchen, aus allen angebotenen Leistungen noch den letzten Cent für sich heraus zu drücken. Angesichts des maßlosen Konkurrenzkampfes in der Luft ist das einerseits nachvollziehbar.

 

Andererseits wird es für Verbraucher nicht gerade einfacher, das Gewirr an Sondergebühren und Tarifen noch zu durchschauen. Billiger wird es sowieso nicht. Nun gut, das Fliegen ist im Vergleich zu früheren Jahren deutlich günstiger geworden. Aber jetzt sind der Fantasie für zusätzliches Einkommen für die Airlines keine Grenzen mehr gesetzt.

Ende Februar 2019 wurde der Vertrieb darüber informiert, dass die Deutsche Lufthansa (inklusive Swiss und Austrian Airlines) die Regelungen zur Beförderung von Sportgepäck überarbeitet hat. Ab 19.03.2019 exisitieren dann nur noch 12 anstatt 31 Kategorien für Sportgepäck. Außerdem werden die Maße und Gewichtslimits der Gepäckstücke neu definiert. Ganz wichtig: Gepäckstücke mit einem Gewicht von über 32 Kilo müssen als Übergepäck bzw. Fracht verschickt werden.

 

Nach wie vor ist es unterlässlich, dass Sie Ihr Sportgepäck bis spätestens 24 Stunden vor Abflug bei der Airline anmelden. Die eigentlich zu zahlende Gebühr wird dann am Service Schalter an Ihrem Abflughafen beglichen.

Um es Ihnen so leicht wie möglich zu machen, haben wir Ihnen hier den Link auf die entsprechende Seite der Deutschen Lufthansa gesetzt. Bitte lesen Sie dort genau nach, wie ab sofort Ihr Sportgepäck klassifiziert wird und welche Kosten dann auf Sie zukommen.

Doch nicht nur das Sportgepäck wird teurer. Auch die zusätzlichen Entgelte für eine Sitzplatzreservierung werden angehoben.

Sie wissen ja, dass die Lufthansa die Welt in verschiedene Tarifklassen eingeteilt hat. Damit steuert die Lufthansa ja schon fast Sitzplatzgenau die Einnahmen und Rentabilität. 

Unverändert bleiben (vorerst) die Aufpreise für einen Standard-Sitzplatz auf der Langstrecke mit z.Zt. € 25,00 pro Person. Teurer wird es in den “bevorzugten” Zonen, z.B. in den vorderen Reihen. Hier steigen die Preise um € 5,00 pro Person.

Noch ein Preisbeispiel: Nach USA zahlen Sie künftig € 45,00 nach Bangkok z.B. € 55,00 pro Person in den Vorzugsreihen.

Der gnadenlose Wettbewerb am Himmel zwingt jede Fluggesellschaft, die Tarifmodelle zu überdenken und neue Einnahmenmöglichkeiten zu generieren. Eine einfache Flugbuchung, bei der Gepäck und Bordverpflegung inklusive ist, gibt es nicht mehr. Auch die seinerzeit kostenfreie Sitzplatzbuchung gehört schon seit längerem der Vergangenheit an.

Heute muss der Passagier, so er denn online bucht, höllisch aufpassen, welchen “Grund-Flugtarif” er wählt. Ganz einfache Faustformel: der günstigste Flugpreis hat so gut wie keine Leistungen mehr inklusive und ist von den Beförderungsbedingungen (Umbuchung oder Stornierung) auch am restriktivsten. Sarkastisch möchte man feststellen, dass nur noch das Atmen an Bord inklusive ist.

Lesen Sie sich also das Kleingedruckte VOR Buchung genauestens durch. Ansonsten gibt es am Flughafen eventuell ein böses Erwachen, wenn plötzlich Gelder kassiert werden für Leistungen, die früher mal selbstredend inklusive waren. Wenn Sie hier mit Familie reisen, summieren sich diese Sümmchen auf einen ganz ordentlichen Betrag, der Ihre Urlaubskasse in die Knie zwingt.

Die Welt der Airlines und Airports

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